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Salonnare vs Treatwell — Marktplatz oder eigene Software?

Treatwell ist ein europäischer Beauty-Marktplatz, der wie Booking.com für Salons funktioniert: Kunden finden dich über deren Plattform und du zahlst Provision pro Buchung. Salonnare ist deine eigene Salon-Software — du betreibst dein eigenes System, behältst die Kundenbeziehung und zahlst einen niedrigen Festpreis pro Monat statt Provision. Hier die Unterschiede.

Das Erlösmodell

Treatwell berechnet bis zu €2,50–3,50 pro Buchung plus Provision auf Neukunden. Bei 100 Buchungen pro Monat sind das €250–350 allein an Treatwell. Salonnare kostet pauschal €0–€59 pro Monat, unabhängig von deinem Buchungsvolumen. Ab 50+ Buchungen pro Monat ist Salonnare fast immer günstiger.

Wem gehört die Kundenbeziehung?

Bei Treatwell erhält der Kunde Treatwell-gebrandete Kommunikation (E-Mails, Erinnerungen) mit deren Logo. Salonnare versendet Kommunikation unter deinem eigenen Salon-Namen mit deinem Logo — Kunden erinnern sich an dich, nicht an Treatwell. Du behältst die Kundenbeziehung zu 100 %.

Kann man beides kombinieren?

Ja. Viele Salons nutzen Salonnare als Haupt-Backoffice für direkte Kunden und setzen Treatwell als Akquisekanal für Neukunden ein. Du kannst Salonnare perfekt als deine „Homebasis“ nutzen, während Treatwell nur neuen Traffic liefert.

Das Buchungserlebnis im Vergleich: Treatwell vs Salonnare

Bei Treatwell sucht ein Kunde in der Treatwell-App oder Website, sieht mehrere Salons in der Nähe, bucht und erhält eine Treatwell-gebrandete Bestätigung. Dein Salon ist einer von vielen. Bei Salonnare bucht der Kunde über dein eigenes Widget auf deiner Website oder über einen direkten Link. Das gesamte Erlebnis — vom Buchungsformular über die Bestätigungs-E-Mail bis zur Erinnerung — trägt deinen Salon-Namen und dein Logo. Nach dem Termin sendet Salonnare automatisch eine Bewertungsanfrage an dein Google-Business-Profil, nicht an eine externe Plattform. Der Unterschied: Bei Treatwell baust du die Reputation von Treatwell auf, bei Salonnare baust du deine eigene Marke. Sieh dir alle Funktionen an, die das ermöglichen.

Wie du von Treatwell zu eigener Software wechselst

Beginne damit, Salonnare neben Treatwell einzurichten — du musst nicht sofort kündigen. Schritt 1: Erstelle ein kostenloses Salonnare-Konto und importiere deinen Kundenstamm. Schritt 2: Platziere das Salonnare-Buchungs-Widget auf deiner eigenen Website und teile den Buchungslink in den sozialen Medien. Schritt 3: Informiere deine Stammkunden, dass sie jetzt direkt bei dir buchen können, ohne Treatwell. Schritt 4: Beobachte nach 1–2 Monaten, wie viele Buchungen über deinen eigenen Kanal eingehen. Sobald die Mehrheit deiner Kunden direkt bucht, kannst du Treatwell herunterfahren oder als reinen Akquisekanal beibehalten. So baust du ohne Risiko deine eigene Kundenbeziehung auf. Starte mit dem kostenlosen Plan.

Provisionsrechnung: Wann lohnt sich eigene Software?

Rechne mit: Bei durchschnittlich 80 Buchungen pro Monat und einer Treatwell-Gebühr von €3 pro Buchung zahlst du €240/Monat allein an Provision. Salonnare Pro kostet €59/Monat pauschal — eine Ersparnis von €180/Monat. Selbst am Break-even-Punkt von 20 Buchungen pro Monat ist Salonnare bereits günstiger als Treatwell. Zusätzlich behältst du 100 % der Kundendaten und kannst eigene Marketingkampagnen ohne Mehrkosten fahren. Sieh dir die Preispläne an für einen Überblick, was du pro Tarif bekommst.

Marktplatz-Modell vs ERP-Modell: der fundamentale Unterschied

Treatwell und Salonnare bieten auf den ersten Blick beide "Online-Buchung", aber hinter dem Widget steckt ein völlig anderes Geschäftsmodell. Treatwell ist im Kern ein Marktplatz — eine Consumer-Plattform, die Salons aggregiert und Provision pro Transaktion verdient. Das Produkt ist für den Verbraucher gebaut: die Treatwell-App mit Tausenden von Salons, Filter nach Stadt und Behandlung, Bewertungen, Kundenkonten mit Buchungshistorie über mehrere Salons hinweg. Als Salon bist du ein Eintrag in diesem Katalog. Salonnare hingegen ist ein Salon-ERP: Du betreibst ein eigenes System, das vollständig dir gehört, mit einem Buchungs-Widget, das du auf deiner eigenen Website einbettest oder per Direktlink teilst. Kein gemeinsamer Katalog, keine Vergleichsseite, kein "Kunden, die das gebucht haben, buchten auch" Cross-Sell zum Nachbarsalon. Diese Unterscheidung ist grundlegend dafür, wie sich deine Marke und Kundendaten langfristig entwickeln. Bei Treatwell baust du an Treatwells Reputation und Datenposition mit; bei Salonnare baust du dein eigenes Marken-Asset auf.

Daten-Eigentümerschaft im Detail: Widget vs Marktplatz

Das einbettbare Salonnare-Widget läuft technisch auf deiner eigenen Domain (oder einer White-Label-Subdomain) und schreibt Kundendaten direkt in deine eigene Tenant-Datenbank auf EU-Servern. Wenn ein Kunde bucht, stehen Name, E-Mail, Telefonnummer, Terminhistorie und Zahlungspräferenz in deinem System — exportierbar jederzeit, ohne Einschränkungen. Du kannst diese Daten für Marketing-Automatisierung, Loyalitätsprogramme, Geburtstagskampagnen oder Rebook-Nudges nutzen, ohne Drittvermittlung. Bei Treatwell bucht der Kunde über die Treatwell-Plattform. Technisch gesehen ist sie eine Treatwell-Nutzerin mit einem Treatwell-Konto, die zufällig bei dir reserviert hat; dein Salon sieht die Transaktionsdaten zwar im Treatwell-Merchant-Dashboard, aber du kannst die Kundin außerhalb von Treatwell nicht direkt erreichen ohne ausdrückliche Opt-in. Wenn Treatwell morgen beschließt, den Algorithmus zu ändern, Provisionen zu erhöhen oder dein Listing weniger prominent anzuzeigen, hast du wenig Handhabe — die Kundenbeziehung liegt nicht bei dir. Lies mehr über unseren Ansatz zur Daten-Eigentümerschaft.

Provisions-Kostenkalkulator: drei realistische Szenarien

Das "kostenlose Listing"-Marketing von Marktplätzen verschleiert, wie schnell Provisionskosten mit Wachstum ansteigen. Drei Szenarien aus der Praxis (übertragbar auf deutsche und österreichische Salons). Szenario A (kleiner Friseursalon, Solo): 50 Buchungen/Monat × €2,50 durchschnittliche Treatwell-Gebühr = €125/Monat, also €1.500/Jahr. Salonnare Starter €29/Monat (€348/Jahr) — Ersparnis €1.152/Jahr. Szenario B (mittelgroßer Salon, 3 Mitarbeiter): 150 Buchungen × €3,50 Gebühr = €525/Monat = €6.300/Jahr. Salonnare Pro €59/Monat (€708/Jahr) — Ersparnis €5.592/Jahr. Szenario C (größerer Salon oder Nagelstudio, 5 Mitarbeiter): 200 Buchungen × €3 = €600/Monat = €7.200/Jahr. Salonnare Pro €708/Jahr — Ersparnis €6.492/Jahr. Bei jeder Größenordnung gilt: Je erfolgreicher dein Salon, desto mehr zahlst du an Treatwell. Bei Salonnare bleibt der Preis stabil. Diese Berechnungen berücksichtigen noch keine möglichen zusätzlichen Neukunden-Provisionen, die Treatwell in manchen Tarifen erhebt, noch die monatlichen Stunden für Treatwell-Dashboard-Verwaltung im Vergleich zum schlanken Salonnare-Dashboard. Sieh dir die Preispläne an.

Wo Treatwell wirklich stärker ist: ehrlicher Blick

Sachlich: Treatwell hat Vorteile, die wir nicht wegwischen. Erstens Consumer-Reach. Treatwell zählt zu den meistbesuchten Beauty-Websites Europas mit Millionen von Consumer-Visits pro Monat; wenn dein Salon neu ist, in einem gesättigten Stadtzentrum liegt oder noch keine SEO-Basis aufgebaut hat, kannst du über Treatwell Neukunden erreichen, die du organisch noch nicht anziehen kannst. Zweitens Brand-Exposure: In größeren Städten rankt Treatwell hoch in Google-Ergebnissen für Begriffe wie "Friseur in der Nähe" — du profitierst von ihrer SEO-Dominanz. Drittens keine eigene Website erforderlich: Für einen startenden Salon ohne Website bietet Treatwell ein fertiges Buchungsprofil. Viertens Bewertungs-Aggregation: Treatwell zentralisiert Bewertungen auf ihrer Plattform, praktisch für Social Proof in ihrem Ökosystem. Für einen Salon, der rein auf Marktplatz-Akquise setzt ohne eigenes Markenmarketing, kann Treatwell eine valide Wahl sein — wenn auch mit Provisionskosten als strukturellem Nachteil beim Wachstum.

Hybride Nutzung: Salonnare als Haupt-ERP, Treatwell als Akquisekanal

Viele Salons wählen nicht zwischen Salonnare oder Treatwell, sondern nutzen beide komplementär. Das häufigste Setup: Salonnare läuft als Haupt-Backoffice für alle direkten Kunden, Walk-ins, Telefonbuchungen und Termine über das eigene Website-Widget. Alle Kundendaten, Kassentransaktionen, Lager und Marketing-Automatisierung leben dort. Treatwell bleibt bestehen als "Akquisekanal" — Neukunden aus dem Treatwell-Marktplatz buchen ihren ersten Termin über Treatwell (wo du die Provision in Kauf nimmst), erhalten aber beim zweiten Besuch eine persönliche Bestätigungs-E-Mail von deinem Salon mit deinem Direkt-Buchungslink. So verlagerst du die Kundenbeziehung schrittweise in dein eigenes System. Nach 6–12 Monaten kannst du evaluieren: Wenn die meisten Kunden direkt bei dir buchen, minimierst oder beendest du Treatwell; wenn nicht, bleibt es ein bezahlter Akquisekanal mit transparenter ROI. Diese Hybridstrategie minimiert das Risiko während eines Übergangs. Starte mit dem kostenlosen Plan, um Salonnare neben Treatwell einzurichten.

Vergleich

SalonnareTreatwell
KostenmodellPauschal €0–€59/MonatProvision pro Buchung
Jahreskosten 150 Buchungen/Monat€708 (Pro)~€6.300 (€3,50 × 150 × 12)
KundenbeziehungDu (eigenes Branding)Geteilt mit Treatwell
Kundendaten-Eigentümerschaft100% eigene Tenant-DatenbankTreatwell-Konto (eingeschränkt)
Eigenes Buchungs-WidgetJa (einbettbar auf eigener Seite)Nein (via Treatwell-App)
Kassensystem
Lagerverwaltung
Marketing-AutomatisierungEingeschränkt
BewertungsmanagementGoogle + eigeneTreatwell-Bewertungen
Consumer-ReachEigene SEO/GBPTreatwell-Marktplatz

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Veelgestelde vragen

Verliere ich meine Kunden, wenn ich von Treatwell wechsle?

Nicht unbedingt. Deine Treatwell-Kunden sind oft auch deine Kunden — du hast ihre Kontaktdaten bereits über dein eigenes System oder kannst sie aus dem Treatwell-Dashboard exportieren. Mit Salonnare kannst du sie unter deinem eigenen Branding erneut aktivieren.

Kann ich Treatwell für Neukunden und Salonnare für Bestandskunden nutzen?

Ja. Das ist eine beliebte Hybridstrategie. Treatwell übernimmt die Akquise; Salonnare steuert dein Tagesgeschäft und die Kundenbeziehung.

Was kostet Treatwell wirklich pro Jahr für meinen Salon?

Rechne mit deinem eigenen Buchungsvolumen × durchschnittlicher Treatwell-Gebühr × 12. Typische Ranges: kleiner Salon (50 Buchungen/Monat × €2,50) = €1.500/Jahr. Mittelgroßer Salon (150 × €3,50) = €6.300/Jahr. Größerer Salon (250 × €3) = €9.000/Jahr. Darüber hinaus können zusätzliche Neukunden-Provisionen je nach Tarif anfallen. Salonnare Starter (€348/Jahr) und Pro (€708/Jahr) sind bei praktisch jedem Volumen deutlich günstiger.

Bekommt mein Salon neue Kunden über Treatwell?

Ja — das ist der Hauptgrund, warum Salons Treatwell in Betracht ziehen. Treatwell generiert Millionen von Consumer-Visits pro Monat und ist in größeren Städten stark vertreten. Ob das die Provisionskosten rechtfertigt, hängt von deiner Situation ab: in einer stark frequentierten Einkaufsstraße ohne eigene SEO/Website kann Treatwell viele Neukunden liefern; in kleineren Ortschaften oder mit bestehendem Kundenstamm lohnt sich eigenes Marketing (Google Business Profile, lokale SEO, Social Media) oft mehr.

Kann ich Treatwell und Salonnare gleichzeitig nutzen?

Ja. Viele Salons nutzen Salonnare als Haupt-ERP (alle direkten Buchungen, Kasse, Lager, Kundendaten) und behalten Treatwell als bezahlten Akquisekanal. Neukunden aus Treatwell migrierst du schrittweise zu Direktbuchungen über Follow-up-Kommunikation. Das bietet dir das Beste aus beiden Welten während eines Übergangs.