Salon-Software-Abo: wofür du 2026 bezahlst
Ein Salon-Software-Abo wählst du meist einmal und behältst es jahrelang. Trotzdem ist der Betrag auf der Rechnung selten die ganze Geschichte. Ein Anbieter verlangt eine feste Monatspauschale, der nächste einen Prozentsatz auf jede Buchung, und ein dritter versteckt genau die Funktionen, die du brauchst, hinter einem Tarif, den du erst beim Wachsen erreichst. Dieser Artikel dreht sich deshalb nicht darum, welches Produkt das schönste Dashboard hat. Es geht darum, was du kaufst: welche Funktionen in die Monatsgebühr gehören, wo neben dem Abo noch Kosten entstehen und ab wann sich ein Tarifwechsel lohnt. Am Ende liest du jede Preisseite ohne böse Überraschungen.
Was du mit einem Abo eigentlich kaufst

Ein Salon-Software-Abo ist kein Programm, das du einmal kaufst und auf dem Rechner hinter dem Tresen installierst. Du mietest Zugang zu einem System, das über das Internet läuft, und dieser Unterschied bestimmt, was du für dein Geld bekommst. Du meldest dich im Browser oder in der App an, zu Hause auf dem Sofa genauso wie am Empfang, und siehst immer denselben Kalender.
In der Monatsgebühr steckt mehr als die Software selbst. Wartung, Updates und Sicherheit gehören dazu, ebenso die Speicherung deiner Kundendaten auf Servern innerhalb der EU und die Backups davon. Bei einem Programm auf einem einzigen festen PC ist die Kundenliste bei einer kaputten Festplatte weg; beim Abo ist das die Sache des Anbieters. Teure Hardware oder eine IT-Installation brauchst du zum Start ebenfalls nicht.
Die Kategorie, zu der solche Systeme gehören, heißt Software für Terminplanung, und genau darum geht es: Das System plant, rechnet und erinnert, du behandelst. Alles Weitere im Paket, von der Kasse bis zum Lager, baut auf diesem Kalender auf.
Welche Funktionen in die Monatsgebühr gehören
Es gibt eine Basis, die du von jedem ernsthaften Abo erwarten darfst. Am wichtigsten ist ein Online-Buchungsmodul: Kundinnen und Kunden wählen Behandlung und Zeitfenster selbst, auch um elf Uhr abends, und sehen nur die Lücken, die wirklich frei sind. Das erspart dir den Strom an Nachrichten zwischen zwei Behandlungen und gibt deinem Betrieb den professionellen Auftritt, auf den auch Branchenverbände für Friseure wie die niederländische brancheorganisatie voor kappers hinweisen.
Dazu gehört eine ordentliche Kundenkartei. Farbformeln, Vorlieben und die Historie früherer Behandlungen sind der Grund, warum Stammkundschaft wiederkommt, und diese Informationen musst du finden, ohne in einem Heft zu blättern. Wie das funktioniert, steht unter Kundenverwaltung, die Kalenderseite unter Terminverwaltung.
Auf der finanziellen Seite macht eine Kasse, die mit dem Kalender spricht, den Unterschied zwischen einer halben Stunde und fünf Minuten Arbeit pro Tag. Die Mehrwertsteuer wird pro Beleg angewendet und getrennt erfasst, mit dem Satz, der für deine Behandlungen gilt, und dem allgemeinen Satz für Produkte, die du über die Theke verkaufst. Der Lagerbestand gehört ins selbe System, damit du eine Meldung bekommst, bevor eine Farbe leer ist, und nicht danach. Siehe Kassensystem und Lagerverwaltung.
Pauschale oder Provision: worauf die Monatskosten hinauslaufen

Das Preismodell wiegt schwerer als die Funktionsliste. Ein System, das einen Prozentsatz pro Buchung nimmt, wird teurer, je besser du arbeitest: Ein voller Monat kostet dich mehr als ein ruhiger, obwohl die Software dieselbe Arbeit leistet. Bei einer festen Monatspauschale weißt du zu Jahresbeginn, worauf du dich einlässt.
Salonnare arbeitet mit drei Tarifen. Free kostet 0 Euro pro Monat und ist für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter mit bis zu 50 Buchungen pro Monat gedacht, inklusive Online-Buchung, Kasse, Kundenkartei und E-Mail-Erinnerungen. Starter kostet 29 Euro pro Monat für drei Mitarbeitende und unbegrenzte Buchungen, dazu Treueprogramm, Gutscheine und E-Mail-Kampagnen. Pro kostet 59 Euro pro Monat für unbegrenzt viele Mitarbeitende, mit Marketing-Automatisierung, Mitgliedschaften und White-Label-Branding. Provision pro Termin fällt in keinem Tarif an.
Achte aber auf die Trennung zwischen Abo und Transaktionskosten, denn dort bleiben Preisseiten oft vage. Rechnest du online ab oder verlangst du eine Anzahlung, laufen diese Zahlungen über dein eigenes Mollie- oder Stripe-Konto und landen auf deinem eigenen Bankkonto. Zusätzlich zu den Standardsätzen dieses Anbieters berechnet Salonnare 1,5 Prozent mit mindestens 0,30 Euro pro Transaktion. Das liegt außerhalb deiner Monatsgebühr: Eine Zahlung von 50 Euro kostet also 0,75 Euro Plattformgebühr. Die vollständige Aufschlüsselung steht auf der Preisseite.
No-Shows abfedern und Gesundheitsdaten sicher speichern
Eine leere Stunde holst du später am Tag nicht zurück, und genau dort rechnet sich ein Abo. Die erste Maßnahme ist eine automatische E-Mail-Erinnerung, die das System verschickt, ohne dass du daran denken musst. Die zweite ist eine Anzahlung bei der Buchung, die du pro Behandlung einstellst: beim Trockenschnitt unnötig, bei einer langen Farbbehandlung sinnvoll. Die Einstellungen findest du unter automatische Erinnerungen und Online-Zahlungen.
Die andere Seite der Kundendaten ist heikler. Eine Allergie gegen ein Farbmittel, Medikamente, die die Haut beeinflussen, oder eine Schwangerschaft sind Gesundheitsdaten und fallen unter Artikel 9 der DSGVO. Sie gehören nicht in ein normales Bemerkungsfeld und schon gar nicht in einen Gruppenchat.
Salonnare speichert diese Notizen in einem separat verschlüsselten Tresor, getrennt von der regulären Kartei, mit dokumentierter Einwilligung und einem Zugriffsprotokoll. Arbeitest du im Team, legst du pro Mitarbeitendem fest, wer worauf zugreifen darf. Frage bei jedem Abo, das du in Betracht ziehst, wie das geregelt ist; es ist einer der wenigen Punkte, die sich nachträglich schwer reparieren lassen. Der Leitfaden zur Kundenkartei-Software zeigt Punkt für Punkt, worauf du achtest.
Wann ein Tarifwechsel sinnvoll ist
Die meisten Salons starten zu groß. Du wählst das umfangreichste Paket, weil die Funktionsliste beeindruckt, und nutzt ein halbes Jahr später immer noch nur Kalender und Kasse. Fang deshalb klein an und lass die Praxis entscheiden, wann du aufstockst.
Drei Momente zählen wirklich. Der erste ist die Mitarbeitergrenze: Sobald eine zweite Stylistin einen eigenen Kalender braucht, stößt du an die Grenze des kostenlosen Tarifs. Der zweite ist das Buchungsvolumen: Liegst du dauerhaft über 50 Terminen pro Monat, ist Starter der logische Schritt. Der dritte ist Marketing: Erst wenn du aktiv Kampagnen fahren, Mitgliedschaften verkaufen oder deine eigene Marke auf die Kundenkommunikation setzen willst, lohnt sich Pro.
Der Wechsel soll ohne Aufwand gehen. Alle Tarife bei Salonnare sind monatlich kündbar, ohne Vertrag und ohne Kündigungsfrist, und du kannst genauso gut in einen kleineren Tarif zurück wie nach oben. Willst du zuerst breiter schauen, wie sich Anbieter zueinander verhalten, lies den Leitfaden zum Salon-Software-Vergleich.
In welcher Reihenfolge du alles einschaltest
Ein Abo abzuschließen dauert Minuten; die Einrichtung entscheidet, ob es dir etwas bringt. Die Reihenfolge, die sich am schnellsten auszahlt, beginnt bei deinen Leistungen. Trage zuerst deine Behandlungen mit der richtigen Dauer und dem richtigen Preis ein, denn alles andere rechnet damit.
Schalte danach die Online-Buchung frei und setze das Modul auf deine eigene Website, oder nutze die Buchungsseite, die du bekommst, wenn du noch keine Website hast. Verknüpfe den Link auch mit deinem Google-Profil, damit jemand aus der Nachbarschaft direkt buchen kann, statt nur eine Telefonnummer zu sehen. Aktiviere in derselben Woche die E-Mail-Erinnerungen; das ist die günstigste Maßnahme gegen No-Shows, die es gibt.
Erst in Schritt drei folgen die Kasse mit der MwSt-Aufteilung und der Export für deine Buchhaltung, danach das Lager. Rechne mit einem Export, den du selbst in ein Programm wie Moneybird oder e-Boekhouden einliest, nicht mit einer Live-Anbindung, die laufend synchronisiert. Diesen ganzen Weg kannst du ohne Zahlungsdaten testen: Der kostenlose Tarif bleibt kostenlos, und erst wenn du an eine echte Grenze stößt, nimmst du ein bezahltes Abo. Starte kostenlos mit Salonnare und lege heute deine ersten Leistungen an.
Teste zuerst, was deine Monatsgebühr wirklich bringt
Free kostet 0 Euro pro Monat für eine Person und 50 Buchungen, ohne Provision pro Termin und ohne Zahlungsdaten. Starter kostet 29 Euro und Pro 59 Euro pro Monat. Schalte Online-Buchung und E-Mail-Erinnerungen ein und schau dir einen Monat später deinen Kalender an.
Preise ansehenHäufig gestellte Fragen
Was kostet ein Salon-Software-Abo pro Monat?
Bei Salonnare kostet Free 0 Euro pro Monat für eine Person mit bis zu 50 Buchungen, Starter 29 Euro pro Monat für drei Mitarbeitende mit unbegrenzten Buchungen und Pro 59 Euro pro Monat für unbegrenzt viele Mitarbeitende. Provision pro Termin fällt in keinem Tarif an. Rechnest du online ab, kommen Transaktionskosten dazu: 1,5 Prozent mit mindestens 0,30 Euro pro Zahlung, zusätzlich zu den Sätzen von Mollie oder Stripe.
Ist ein kostenloses Salon-Software-Abo wirklich kostenlos?
Der Free-Tarif von Salonnare kostet dauerhaft 0 Euro pro Monat und ist keine Testphase, die nach dreißig Tagen endet. Enthalten sind Online-Buchung, eine Kasse mit iDEAL und Kartenzahlung, Kundenkartei und E-Mail-Erinnerungen, für eine Person und bis zu 50 Buchungen pro Monat. Zahlungsdaten brauchst du zum Start nicht. Wächst du über diese Grenzen hinaus, wechselst du zu Starter oder Pro.
Binde ich mich an einen langfristigen Vertrag?
Nein. Alle Tarife sind monatlich kündbar, ohne Vertrag und ohne Kündigungsfrist, und du zahlst nur für die Monate, die du nutzt. Du kannst unterjährig in einen größeren Tarif wechseln oder auf einen kleineren zurückgehen, etwa nach einer starken Saison. Das ist der praktische Vorteil eines Abos gegenüber einer einmaligen Lizenz: Deine Bindung passt sich dem an, was du tatsächlich brauchst.
Wird Provision auf jede Buchung berechnet?
Auf die Buchung selbst nicht. Du zahlst einen festen Monatspreis für deinen Tarif, unabhängig davon, wie viele Termine über deine Website oder Buchungsseite hereinkommen. Auf Zahlungen, die du über den verbundenen Zahlungsanbieter abwickelst, fallen 1,5 Prozent mit mindestens 0,30 Euro Plattformgebühr an, zusätzlich zu den Standardsätzen von Mollie oder Stripe. Das Geld landet auf deinem eigenen Bankkonto, nicht in einer Plattform-Wallet.
Welche Funktionen brauche ich im ersten Jahr wirklich?
In der Praxis sind es vier: ein Kalender mit der richtigen Dauer pro Behandlung, Online-Buchung, automatische E-Mail-Erinnerungen und eine Kasse, die die Mehrwertsteuer pro Beleg trennt. Lager, Treueprogramm und Marketingkampagnen sind nützlich, lösen aber erst ein Problem, wenn die Basis steht. Starte deshalb im kleinsten passenden Tarif und erweitere, sobald du an eine konkrete Grenze stößt.
Kann ich meine Daten in mein Buchhaltungsprogramm exportieren?
Ja. Du lädst deine Finanzdaten und MwSt-Übersichten als Exportdatei herunter und liest sie in dein Buchhaltungsprogramm ein, zum Beispiel Moneybird oder e-Boekhouden. Beachte den Unterschied: Es ist ein Export, den du selbst importierst, keine Live-Anbindung, die laufend synchronisiert. In der Praxis spart dir das trotzdem das manuelle Abtippen von Belegen am Quartalsende.

