Salon-Software vergleichen: So stellst du Anbieter fair gegenüber
Jeder verpasste Termin ist Umsatz, den du nicht zurückbekommst, und jedes Prozent Provision pro Buchung kostet dich für den Rest deiner Selbstständigkeit. Trotzdem beginnt die Suche bei den meisten Saloninhaberinnen und Saloninhabern mit der Preisliste von drei zufälligen Anbietern. Salon-Software vergleichen funktioniert erst, wenn du zuerst festlegst, woran du vergleichst, und erst danach, welche Namen du nebeneinanderlegst. Diese Anleitung ist keine Rangliste, sondern eine Methode. In fünf Schritten hältst du deine eigenen Anforderungen fest, rechnest ein Preismodell durch statt nur einen Monatsbetrag, prüfst die praktischen Pflichtpunkte (Kasse und MwSt., DSGVO und lokale Zahlungsarten) und nutzt eine Testphase, um zu sehen, was eine Verkaufsdemo nie zeigt. Am Ende hast du eine eigene Vergleichstabelle, auf die du eine Entscheidung stützen kannst.
Warum ein Vergleich ohne Methode fast immer schiefgeht

Das Angebot an Salon-Software ist groß und die Produktseiten ähneln sich stark. Alle versprechen einen intelligenten Kalender, weniger No-Shows und einen professionellen Auftritt. Ohne eigenen Maßstab vergleichst du Marketingtexte statt Funktionen und entscheidest am Ende nach Gefühl oder nach der niedrigsten Zahl auf der Startseite.
Gesucht ist im Kern eine Form von Software zur Terminplanung, ergänzt um das, was ein Salon konkret braucht: eine Kasse, Kundenakten und Zahlungen. Genau in dieser Kombination unterscheiden sich Anbieter am stärksten, und genau dort werden Produktseiten am unkonkretesten.
Die zweite Falle ist die Reihenfolge. Wer zuerst Demos bucht und danach über Anforderungen nachdenkt, überlässt dem Anbieter die Entscheidung, woran verglichen wird. Dreh es um: erst deine Anforderungsliste, dann die Anbieter.
Schritt 1: Anforderungen aufschreiben, bevor du den ersten Anbieter öffnest
Fang bei deiner Woche an. Wie viele Behandlungen machst du im Schnitt, arbeitest du allein oder im Team, verkaufst du Produkte, und wie viel Zeit kostet dich die Verwaltung im Monat? Schreib danach auf, welche drei Probleme du wirklich lösen willst. Für die einen ist das das Telefon, das mitten in der Behandlung klingelt, für die anderen die Umsatzsteuervoranmeldung oder ein Lagerbestand, der nie stimmt.
Trenne anschließend Muss von Kann. Ein Kalender, der Doppelbuchungen unmöglich macht, ist ein Muss. Ein Farbschema, das zu deinem Auftritt passt, ist ein Kann. Gib jeder Anforderung eine Gewichtung von 1 bis 3, damit du später bewerten kannst statt zu diskutieren.
Denk auch ein Jahr voraus. Wenn du jemanden einstellst, willst du Rechte pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter setzen können, damit nicht jede Person deine Umsatzzahlen oder Kundendaten sieht. Software, die das nicht unterstützt, zwingt dich später zu einem zweiten Umzug.
Schritt 2: Das Preismodell durchrechnen, nicht nur den Monatsbetrag
Der Monatsbetrag sagt wenig aus, solange du das Modell dahinter nicht kennst. Manche Anbieter kombinieren ein günstiges Abo mit einem Prozentsatz pro Buchung oder pro Zahlung. Das wirkt bei zehn Terminen im Monat freundlich und tut weh, sobald dein Kalender voll läuft: Du zahlst mehr, gerade weil es besser läuft.
Rechne deshalb zwei Szenarien durch. Zuerst deine aktuelle Zahl an Buchungen, dann die Zahl, die du in einem Jahr erreichen willst. Setz unter beide die Gesamtkosten pro Jahr, inklusive Transaktionsgebühren, zusätzlicher Mitarbeitender und separat berechneter Module. Erst dann vergleichst du Gleiches mit Gleichem.
Salonnare arbeitet bewusst mit einem festen Monatspreis ohne Provision pro Buchung: Free für €0 (1 Mitarbeitende und 50 Buchungen pro Monat), Starter für €29 pro Monat und Pro für €59 pro Monat. Auf der Preisseite siehst du, was in welchem Plan enthalten ist, sodass du diese Beträge direkt in deine eigene Rechnung übernehmen kannst.
Schritt 3: Die praktischen Pflichtpunkte konsequent prüfen

Ein internationales Paket kann wunderschön aussehen und trotzdem an der lokalen Praxis scheitern. Prüfe deshalb drei Dinge ausdrücklich. Erstens: Rechnet die Kasse die Mehrwertsteuer auf Behandlungen und Produkte korrekt, inklusive eines Tagesabschlusses, mit dem deine Buchhaltung arbeiten kann? Zweitens: Kannst du die Zahlungsarten anbieten, die deine Kundschaft tatsächlich nutzt, und landet das Geld auf deinem eigenen Konto? Drittens: Wie geht das System mit sensiblen Kundendaten um?
Allgemeine Entscheidungshilfen wie diese Übersicht über Salon-Software-Optionen helfen bei den funktionalen Fragen, aber Steuer- und Datenschutzanforderungen hakst du pro Land selbst ab. Bei Salonnare laufen Anzahlungen und Zahlungen über Mollie oder Stripe direkt auf dein eigenes Konto, ohne dass wir als Softwareanbieter eine Provision auf diese Buchung nehmen. Wie das funktioniert, liest du unter Online-Zahlungen.
Überspring den Datenschutzteil nicht. Wenn du Allergien, Medikamente oder Hautzustände notierst, verarbeitest du besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 DSGVO. Das braucht mehr als ein Notizfeld. Salonnare bewahrt diese Daten in einem separaten verschlüsselten Tresor mit eigenen Zugriffsrechten auf, und alle Daten liegen auf Servern innerhalb der EU.
Schritt 4: Die Testphase für das nutzen, was eine Demo nie zeigt
In einer Demo wirkt alles logisch, weil jemand anderes die Maus führt. Die Fragen, auf die es wirklich ankommt, beantwortest du erst, wenn du selbst eine Woche mitläufst. Führe in jedem Test dieselben fünf Handlungen aus: einen Termin anlegen und verschieben, eine Kundin mit Notiz anlegen, einen Verkauf abrechnen, einen Tag abschließen und einen Serientermin planen.
Achte dabei auf die Anzahl der Klicks und auf dein Smartphone. Viel Salonarbeit passiert im Stehen, zwischen zwei Terminen. Läuft das System als installationsfreie Web-App auf jedem Gerät, installierst du nichts und arbeitest am Empfang und unterwegs mit denselben Daten.
Stell dem Anbieter in dieser Woche drei konkrete Fragen: Was passiert mit meinen Daten, wenn ich aufhöre, wie schnell bekomme ich Antwort auf eine Supportanfrage, und welche Sprachen beherrscht die Software, wenn ich anderssprachige Kundschaft oder Mitarbeitende habe. Salonnare läuft in fünf Sprachen (Niederländisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch) und lässt Mitarbeitende sich mit Google, Microsoft, Apple oder Facebook anmelden.
Willst du diese Woche einfach selbst fahren? Das geht unverbindlich: Starte kostenlos mit Salonnare und plane deine echten Termine ein.
Schritt 5: Den Wechsel prüfen, bevor du dich festlegst
Der Wechsel wird am häufigsten vergessen und kostet die meiste Zeit. Frag pro Anbieter, wie du deinen bestehenden Kundenstamm importierst, ob historische Termine mitkommen und wer diese Arbeit macht. Frag auch, ob das Online-Buchungs-Widget zu deiner aktuellen Website passt, denn davon hängt ab, ob deine Seite angepasst werden muss.
Plane den Wechsel in einen ruhigen Moment deiner Woche, nicht kurz vor einer stressigen Phase. Fahre notfalls kurz doppelt: neue Termine im neuen System, laufende im alten. Deine Kundschaft merkt davon nichts.
Arbeitest du allein, dauert dieser Wechsel meist einen Abend. Wie du als Einzelunternehmen Kalender, Kasse und Verwaltung in einem System regelst, steht in unserem Leitfaden zu Salon-Software für Selbstständige.
Salonnare neben deiner Anforderungsliste
Die Tabelle unten ist keine Anbieter-Rangliste, sondern die Übersetzung der vorherigen Schritte in konkrete Vergleichspunkte. Übernimm die linke Spalte in deine eigene Übersicht und trag pro Anbieter ein, was du findest. Die rechte Spalte zeigt, wo Salonnare steht, damit du sie neben deine anderen Kandidaten legen kannst.
Merkst du, dass du vor allem über den Preis vergleichst, geh die Gewichtungen aus Schritt 1 noch einmal durch. Ein System, das dir jede Woche eine Stunde Verwaltung spart, verdient ein paar Euro im Monat locker wieder ein. Bereit zum Testen? Starte kostenlos bei Salonnare und füll deinen Vergleich mit echter Erfahrung statt mit Versprechen.
Vergleichspunkte und wo Salonnare steht
| Was du vergleichst | Worauf du achtest | Salonnare | |
|---|---|---|---|
| Preismodell | Fester Betrag oder Prozentsatz pro Buchung | Fester Monatspreis, keine Provision pro Buchung | |
| Einstieg | Kannst du unverbindlich starten? | Free-Plan für €0 (1 Mitarbeitende, 50 Buchungen pro Monat) | |
| Abo | Was kostet ein bezahlter Plan pro Monat? | Starter €29 und Pro €59 pro Monat | |
| Zahlungen | Wo kommt das Geld an? | iDEAL über Mollie und Stripe, direkt auf dein eigenes Konto | |
| Kasse und MwSt. | Passt die Kasse zu den lokalen Regeln? | Kasse mit niederländischen MwSt.-Sätzen und Tagesabschluss | |
| Buchhaltung | Live-Anbindung oder Export? | Export, nutzbar unter anderem in Moneybird und e-Boekhouden | |
| Kundendaten | Wie werden Gesundheitsnotizen gespeichert? | Verschlüsselter Tresor für Daten nach DSGVO Artikel 9, Speicherung in der EU | |
| Team und Rechte | Lassen sich Rechte pro Person setzen? | Rechte pro Mitarbeitende (RBAC) | |
| Online buchen | Buchen über eigene Website und Google? | Buchungs-Widget für die eigene Website, plus Buchen über Google | |
| Sprachen und Login | Mehrsprachig und sicher anmelden? | 5 Sprachen, Login mit Google, Microsoft, Apple oder Facebook |
Zuletzt verifiziert: 2026-07-31
Nimm Salonnare in deinen eigenen Vergleich auf
Du musst nichts abschließen, um zu prüfen, ob es stimmt. Starte im kostenlosen Plan, plane eine Woche lang echte Termine und füll danach deine eigene Vergleichstabelle aus.
Preise ansehenHäufige Fragen zum Vergleich von Salon-Software
Wo fange ich an, wenn ich Salon-Software vergleichen will?
Fang nicht bei den Anbietern an, sondern bei deiner eigenen Woche. Notiere, wie viele Behandlungen du machst, ob du im Team arbeitest, ob du Produkte verkaufst und welche drei Probleme du lösen willst. Gib jeder Anforderung eine Gewichtung von 1 bis 3. Erst danach stellst du Anbieter dieser Liste gegenüber. So vergleichst du nach deinen Kriterien statt nach den Verkaufsargumenten des Anbieters.
Gibt es kostenlose Salon-Software für kleine Betriebe?
Ja. Salonnare hat einen dauerhaft kostenlosen Plan für Salons mit einer mitarbeitenden Person und bis zu 50 Buchungen pro Monat, für €0 pro Monat. Das ist ein guter Startpunkt, um ohne finanzielle Verpflichtung herauszufinden, welche Funktionen zu deiner Arbeitsweise passen. Brauchst du mehr Personen oder mehr Buchungen, wechselst du zu Starter (€29 pro Monat) oder Pro (€59 pro Monat).
Worauf achte ich beim Preismodell eines Anbieters?
Prüfe, ob du einen festen Betrag zahlst oder einen Prozentsatz pro Buchung oder Transaktion. Bei einem Prozentsatz steigen deine Kosten mit deinem Umsatz, während dein Aufwand gleich bleibt. Rechne beide Modelle mit deinem aktuellen Buchungsvolumen und mit deinem Ziel für nächstes Jahr durch. Salonnare berechnet einen festen Monatspreis und keine Provision pro Buchung, damit deine Kosten beim Wachsen planbar bleiben.
Erfüllt Salonnare die niederländischen MwSt.-Regeln für Kassensysteme?
Die Kasse von Salonnare ist auf die niederländischen Mehrwertsteuersätze für Behandlungen und Produkte ausgelegt und unterstützt einen Tagesabschluss. Dadurch passen deine Verkaufsübersichten zu dem, was du für deine Meldung brauchst. Deine Daten exportierst du anschließend zur Nutzung in deiner Buchhaltungssoftware, zum Beispiel Moneybird oder e-Boekhouden.
Wie reduziere ich No-Shows in meinem Salon?
Die beiden wirksamsten Maßnahmen sind automatische Erinnerungen und Anzahlungen. Eine Erinnerung 24 oder 48 Stunden vorher nimmt die schlichte Vergesslichkeit heraus, und eine Anzahlung bei der Buchung macht den Termin verbindlicher. In Salonnare richtest du beides im selben System ein, wobei die Anzahlung per iDEAL oder Karte direkt auf deinem eigenen Konto eingeht.

