Friseursalon-Software für Kleinunternehmer: das Minimum, das du brauchst, und wie du umsteigst
Du schneidest gerade die letzte Kundin des Tages, da vibriert dein Handy wieder: zwei Nachrichten wegen eines Termins und jemand, der morgen verschieben möchte. Eine halbe Stunde nach Ladenschluss tippst du immer noch. Für viele kleine Salons sieht die Woche genau so aus. Software löst das, nur richten sich die meisten Vergleiche an Salons mit acht Stühlen und Empfang. Dieser Artikel schaut auf die andere Seite: ein oder zwei Stühle, wenig Zeit und keine Lust auf ein Abo, das mit dem Umsatz wächst statt mit dem Bedarf. Du erfährst, welche Funktionen du wirklich brauchst, welche du vorerst weglassen kannst, wo die versteckten Kosten sitzen und wie du in drei Schritten umsteigst, ohne deine Kundenliste neu abzutippen.
Was ein kleiner Salon wirklich braucht, und was warten kann

Wenn du allein oder zu zweit arbeitest, ist der Test einfach: spart eine Funktion dir diese Woche Zeit oder erst in drei Jahren? Vier Dinge verdienen den ersten Platz.
Ein Kalender, in den Kundinnen selbst buchen. Nicht nur eine digitale Kopie deines Papierbuchs, sondern eine Buchungsseite, die du auf deiner eigenen Website oder in deiner Instagram-Bio einbindest. Der Kern von Terminplanungssoftware ist, dass ein Teil deiner Anrufe und Nachrichten von selbst verschwindet, weil Leute sich abends auf dem Sofa einen Slot nehmen. So sieht Terminverwaltung in der Praxis aus.
Automatische Erinnerungen. Ein vergessener Termin ist in einem Zwei-Stuhl-Salon sofort eine Lücke von 45 Minuten, die du nicht mehr füllst. Eine automatische E-Mail-Erinnerung am Vortag kostet dich einmalig fünf Minuten Einrichtung und danach nichts mehr.
Eine Kundenkartei mit Historie. Farbformeln, Allergien, was beim letzten Mal gemacht wurde. Ohne das bleibst du auf dein Gedächtnis und lose Zettel angewiesen.
Eine Kasse, die die Mehrwertsteuer sauber trennt. Dazu unten mehr, denn das ist der Punkt, den Kleinunternehmer am häufigsten unterschätzen.
Was du am Anfang getrost liegen lassen kannst: Dienstplanung, Provisionsabrechnung pro Mitarbeiterin und ausführliche Bestandsprognosen. Gut, wenn das Paket sie später bietet, damit du nicht noch einmal umziehen musst, aber lass sie deine heutige Entscheidung nicht bestimmen.
Kasse und Mehrwertsteuer: der Posten, der dich monatlich Stunden kostet
Für einen kleinen Salon liegt die größte Zeitersparnis selten im Kalender selbst, sondern in der Verwaltung drumherum. Du verkaufst Behandlungen zu einem Steuersatz und Produkte, die nicht immer darunter fallen, und hast Bargeld, Karte und gelegentlich einen Gutschein in derselben Kasse. Wer das am Monatsende von Hand sortiert, verliert dabei jedes Mal einen Abend.
Ein Kassensystem, das jeden Beleg direkt dem richtigen Steuersatz zuordnet, nimmt die Arbeit an der Quelle weg. Am Monatsende exportierst du Umsatz und Steuer als Datei und schickst sie an dein Steuerbüro oder lädst sie in deine Buchhaltung. Achte auf den Unterschied: das ist ein Export, keine Live-Schnittstelle, die selbst in dein Journal schreibt. Für die meisten kleinen Salons reicht das genau, und du sparst dir die Anbindungskosten, die eine Live-Verbindung üblicherweise mit sich bringt.
Verkaufst du auch Shampoo und Stylingprodukte, kommt noch etwas dazu. In den meisten europäischen Ländern musst du als Unternehmerin Aufzeichnungen führen, aus denen sich der Warenbestand ergibt; das niederländische Steuerrecht regelt das in Artikel 52 des allgemeinen Abgabengesetzes ausdrücklich. Software, die Verkäufe automatisch vom Bestand abzieht, erledigt das ohne dein Zutun.
Achte auf das Erlösmodell, nicht nur auf den Preis
Zwei Pakete, die beide mit "ab null Euro" werben, können sich nach einem Jahr um mehrere hundert Euro unterscheiden. Der Unterschied liegt darin, wie der Anbieter verdient. Grob gibt es zwei Modelle: einen festen Monatsbetrag oder einen Prozentsatz pro Buchung beziehungsweise pro Neukundin. Das zweite fühlt sich am Anfang gratis an und wird teurer, je besser es läuft.
Rechne es einmal mit deinen eigenen Zahlen durch. Nehmen wir an, eine Plattform verlangt 20 Prozent auf eine Behandlung von 45 Euro, dann sind das 9 Euro pro Buchung. Bei fünf solcher Buchungen pro Woche sind das knapp 2.400 Euro im Jahr, genau in den Monaten, in denen es gut läuft. Ein fester Monatsbetrag wandert nicht mit. Geh beim Vergleichen eine Checkliste für die Auswahl von Unternehmenssoftware durch und stelle jedem Paket dieselben drei Fragen: was kostet es pro Monat, was wird pro Transaktion einbehalten und was passiert mit diesem Prozentsatz, wenn ich wachse?
Schau außerdem, wo das Geld landet. Bei Salonnare verbindest du dein eigenes Mollie- oder Stripe-Konto, sodass Online-Zahlungen direkt auf deinem eigenen Bankkonto eingehen. Du zahlst die üblichen Transaktionsgebühren an diesen Zahlungsanbieter und darüber hinaus keine Provision pro Buchung an Salonnare. Das macht deinen Umsatz auch leichter nachvollziehbar, weil kein Auszahlungszyklus eines Vermittlers dazwischenliegt.
In drei Schritten vom Papierkalender zu Online-Buchungen
Der Umstieg selbst ist meist eine ruhige Vormittagssache und keine Projektwoche. Drei Schritte genügen.

Schritt 1: Daten übernehmen, ohne abzutippen. Du lädst eine CSV-Vorlage für Kundinnen, Leistungen, Produkte oder Termine herunter, füllst sie in Excel oder Numbers aus und lädst sie wieder hoch. Vor dem Speichern siehst du eine Vorschau dessen, was genau angelegt wird, sodass eine falsch zugeordnete Spalte keinen Wildwuchs in deinen Daten anrichtet. Behalte deinen alten Kalender noch ein paar Wochen als Nachschlagewerk.
Schritt 2: Verfügbarkeit sichtbar machen. Trage Öffnungszeiten und die Dauer je Behandlung ein und setze die Buchungsseite auf deine eigene Website oder in deine Instagram- und Facebook-Bio. Verbindest du dein Google-Unternehmensprofil, können Leute direkt aus den Suchergebnissen und aus Maps buchen, also genau in dem Moment, in dem jemand an einen Termin denkt.
Schritt 3: Zahlungsanbieter verbinden. Mit einem Mollie- oder Stripe-Konto kannst du bei langen oder teuren Behandlungen eine Anzahlung verlangen. Das ist die wirksamste Bremse gegen Nichterscheinen: wer zehn Euro angezahlt hat, kommt oder sagt ab.
Mehr brauchst du am Anfang nicht. Speziell für den niederländischen Markt veröffentlicht der Branchenverband ANKO Material zur Führung eines Friseursalons, von der Preisgestaltung bis zu Arbeitsbedingungen.
Datenschutz, Zugriffsrechte und was es kostet
Sobald du notierst, dass eine Kundin gegen einen bestimmten Farbstoff allergisch ist, oder dass eine Kopfhauterkrankung oder eine Schwangerschaft vorliegt, erfasst du Gesundheitsdaten. Das sind besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 DSGVO, mit strengeren Anforderungen als Name und Telefonnummer. In Salonnare liegen diese Notizen deshalb in einem separat verschlüsselten Tresor, getrennt von den gewöhnlichen Kundennotizen, und alle Daten liegen auf Servern innerhalb der EU.
Stellst du später jemanden ein oder vermietest du einen Stuhl, legst du pro Mitarbeiterin fest, welche Bereiche sichtbar sind. Jemand kann den Kalender verwalten, ohne Umsatzzahlen oder Gesundheitsnotizen zu sehen. Praktisch, das jetzt schon sauber stehen zu haben, auch wenn du heute noch allein arbeitest.
Die Preise sind übersichtlich: Free kostet 0 Euro pro Monat für eine Mitarbeiterin und 50 Buchungen pro Monat, Starter kostet 29 Euro pro Monat und Pro 59 Euro pro Monat. In keinem der drei Pläne ein Prozentsatz vom Umsatz. Sieh dir die vollständigen Preise an, um zu sehen, was in jedem Plan enthalten ist. Die App gibt es in fünf Sprachen und sie läuft auch auf dem Handy, sodass du zwischen zwei Kundinnen schnell etwas nachschlagen kannst.
Willst du es einfach mit deinen eigenen Leistungen und Preisen ausprobieren? Starte kostenlos mit Salonnare und stelle deine Buchungsseite noch heute Abend online. Keine Kreditkarte nötig, und der kostenlose Plan bleibt kostenlos.
Häufig gestellte Fragen
Ist Salonnare für einen kleinen Friseursalon wirklich kostenlos nutzbar?
Ja. Der Free-Plan kostet 0 Euro pro Monat und deckt eine Mitarbeiterin mit bis zu 50 Buchungen pro Monat ab. Du brauchst keine Kreditkarte, um zu starten, und der Plan läuft nach keiner Testphase aus. Stößt du an die Grenze von 50 Buchungen, wechselst du zu Starter für 29 Euro oder Pro für 59 Euro pro Monat.
Kann ich meine bestehende Kundenliste übernehmen, ohne alles abzutippen?
Ja, über einen CSV-Import. Du lädst eine Vorlage für Kundinnen, Leistungen, Produkte oder Termine herunter, füllst sie in deinem Tabellenprogramm aus und lädst die Datei hoch. Vor dem Speichern siehst du eine Vorschau dessen, was genau angelegt wird, sodass du eine falsch befüllte Spalte noch korrigieren kannst.
Zahle ich Provision auf Buchungen oder Online-Zahlungen?
Nein. Du verbindest dein eigenes Mollie- oder Stripe-Konto, sodass Zahlungen direkt auf deinem eigenen Bankkonto eingehen. Du zahlst die üblichen Transaktionsgebühren an diesen Zahlungsanbieter. Salonnare berechnet darüber hinaus keinen Prozentsatz pro Buchung oder pro Neukundin, nur den festen Monatspreis deines Plans.
Wie steht es um die DSGVO, wenn ich Allergien von Kundinnen notiere?
Allergien, Medikamente und Hauterkrankungen sind Gesundheitsdaten und fallen unter Artikel 9 DSGVO. Salonnare speichert sie in einem separat verschlüsselten Tresor, getrennt von gewöhnlichen Kundennotizen, und du legst pro Mitarbeiterin fest, wer sie einsehen darf. Alle Daten liegen auf Servern innerhalb der EU.

