Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Mai 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen VanIersel Development, Inhaber Nick van Iersel, Pieter Vreedestraat 2, 5142 SE Waalwijk, Niederlande (nachfolgend "Salonnare" oder "Anbieter") und unseren gewerblichen Kunden (nachfolgend "Kunde") über die Nutzung der unter salonnare.com bereitgestellten Software-as-a-Service-Plattform (nachfolgend "Plattform" oder "Dienst"). Die nachfolgenden Bestimmungen ergänzen die geltenden gesetzlichen Vorschriften nach niederländischem Recht und sind als Übersetzung in deutscher Sprache bereitgestellt, um deutschsprachigen Kunden den Zugang zu erleichtern.
§ 1 Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge, die zwischen Salonnare und einem Kunden über die Nutzung der Plattform geschlossen werden. Kunde im Sinne dieser AGB ist ausschließlich ein Unternehmer im Sinne von § 14 BGB bzw. eine vergleichbare unternehmerisch tätige Person nach niederländischem Recht (Artikel 7:1 BW). Verbraucherverträge werden grundsätzlich nicht angeboten; sollte im Einzelfall ein Verbrauchervertrag zustande kommen, gelten die zwingenden Schutzvorschriften des Verbraucherrechts vorrangig.
Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, Salonnare hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt. Diese AGB gelten auch dann ausschließlich, wenn Salonnare in Kenntnis entgegenstehender Bedingungen des Kunden die Leistung vorbehaltlos erbringt.
Der Vertragsschluss erfolgt durch Online-Registrierung auf salonnare.com oder durch ausdrückliche schriftliche Vereinbarung.
§ 2 Vertragsschluss
Die Darstellung der Leistungen auf der Webseite salonnare.com stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden. Sämtliche Preise, Leistungsumfänge und Tarifstufen können bis zur Bestätigung durch Salonnare geändert werden.
Mit Absenden des Registrierungsformulars und Bestätigung der Geschäftsbedingungen gibt der Kunde ein verbindliches Vertragsangebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald Salonnare den Account aktiviert oder die Aktivierungs-E-Mail an die vom Kunden angegebene Adresse versendet. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht kein Anspruch auf Vertragsschluss; Salonnare kann das Angebot ohne Angabe von Gründen ablehnen, insbesondere wenn Zweifel an der gewerblichen Eigenschaft des Kunden oder an dessen Bonität bestehen.
Die zur Registrierung verwendete E-Mail-Adresse muss durch Klick auf einen Verifikationslink bestätigt werden. Ohne erfolgreiche Verifikation entsteht kein Nutzungsrecht an der Plattform.
§ 3 Leistungsumfang
Salonnare stellt dem Kunden eine cloudbasierte Software-as-a-Service-Plattform zur Verwaltung eines Beauty- oder Friseur-Salons zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt über einen aktuellen Web-Browser (Chrome, Edge, Safari, Firefox jeweils in der aktuellen sowie der vorhergehenden Hauptversion). Eine lokale Installation ist nicht vorgesehen.
Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Tarifstufe (Free, Starter, Pro) und der Leistungsbeschreibung unter salonnare.com/de/features sowie salonnare.com/de/pricing zum Zeitpunkt der Buchung. Salonnare ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln, neue Funktionen einzuführen oder ältere Funktionen abzukündigen, soweit der wesentliche Vertragszweck dadurch nicht beeinträchtigt wird. Wesentliche Funktionsreduktionen werden mit einer Vorlaufzeit von mindestens 30 Tagen angekündigt.
Updates, Bugfixes und Sicherheitspatches der Plattform sind im vereinbarten Entgelt enthalten und werden ohne gesonderte Vergütung eingespielt, in der Regel ausserhalb der Hauptgeschäftszeiten. Die Wartung und Pflege etwaiger durch den Kunden integrierter Drittsysteme (z. B. eigene Webseiten, Buchhaltungssoftware, Zahlungs-Hardware) ist nicht Bestandteil dieser AGB.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung richtet sich nach der gewählten Tarifstufe und Abrechnungsperiode (monatlich oder jährlich). Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer; im EU-grenzüberschreitenden B2B-Verkehr findet das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung.
Die Vergütung ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig. Die Bezahlung erfolgt über die Zahlungsdienstleister Stripe und Mollie per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, iDEAL oder vergleichbarer Zahlungsart, soweit diese im Auswahlmenü angeboten wird. Mit der Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats stimmt der Kunde der elektronischen Vorabankündigung (Pre-Notification) mit verkürzter Frist von einem Tag zu.
Bei nicht-rechtzeitiger Zahlung kommt der Kunde gemäß Art. 6:119 / 6:119a BW (entsprechend § 286 BGB) in Verzug, ohne dass es einer gesonderten Mahnung bedarf. Im Verzugsfall ist Salonnare berechtigt, den gesetzlichen Verzugszins für Handelsverkehr in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie eine Bearbeitungspauschale von 5 % des offenen Betrages, mindestens jedoch 40 EUR, geltend zu machen. Weitere Schadensersatzansprüche bleiben vorbehalten.
Bleibt der Kunde nach erfolgter schriftlicher Mahnung mit einer Zahlung länger als 14 Tage in Verzug, ist Salonnare berechtigt, die Nutzung der Plattform vorübergehend zu sperren, bis der Rückstand vollständig ausgeglichen ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der Vergütung für den vereinbarten Vertragszeitraum bleibt von der Sperre unberührt.
§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung
Bei Wahl der monatlichen Abrechnungsperiode ist der Vertrag mit einer Frist von sieben Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündbar. Bei Wahl der jährlichen Abrechnungsperiode ist der Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit kündbar. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung des Jahrestarifs ist nicht möglich; bereits gezahlte Entgelte werden anteilig nicht erstattet.
Eine stillschweigende automatische Verlängerung des Jahrestarifs erfolgt nicht. Im Tarif Free besteht keine Mindestvertragslaufzeit; der Kunde kann jederzeit kündigen. Die Kündigung erfolgt in Textform per E-Mail an [email protected] oder über die Funktion "Vertrag beenden" im Kunden-Dashboard.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Vertragspartner unberührt. Ein wichtiger Grund für Salonnare liegt insbesondere bei wiederholten Zahlungsverzögerungen, Missbrauch der Plattform oder bei Verletzung der Nutzungsbedingungen durch den Kunden vor.
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
Salonnare strebt eine durchschnittliche Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % pro Kalendermonat an. Die Verfügbarkeit wird berechnet als Prozentsatz der Zeit, in der die Plattform über den öffentlichen Internet-Endpunkt erreichbar ist, geteilt durch die Gesamtzeit des Monats. Geplante Wartungsfenster, höhere Gewalt, Ausfälle von Vorleistungsträgern (z. B. Hetzner, Cloudflare, Stripe) sowie Probleme, die ausschließlich auf der Seite des Kunden liegen, werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
Planmäßige Wartungsfenster werden in der Regel samstags zwischen 02:00 und 04:00 Uhr MEZ durchgeführt, höchstens einmal pro Kalendermonat. Eine Vorankündigung erfolgt mindestens 48 Stunden vorher per E-Mail oder über status.salonnare.com.
Eine vertragliche Verfügbarkeitsgarantie oder ein SLA-Anspruch mit Service-Credits besteht nur im Tarif Pro und ist in der jeweiligen Leistungsbeschreibung gesondert geregelt. In den Tarifen Free und Starter erfolgt die Bereitstellung im Best-Effort-Modus ohne Anspruch auf Verfügbarkeitskompensation.
§ 7 Datenschutz und Datensicherheit
Der Schutz personenbezogener Daten ist für Salonnare ein wesentlicher Vertragsbestandteil. Es gilt die Datenschutzerklärung unter salonnare.com/de/privacy, die integraler Bestandteil dieser AGB ist. Die Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ist als gesondertes Dokument unter salonnare.com/de/dpa verfügbar und gilt mit Vertragsschluss als vereinbart.
Sämtliche personenbezogenen Daten der Kunden und ihrer Endkunden werden ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union (Standort: Hetzner Online GmbH, Falkenstein, Deutschland und Helsinki, Finnland) verarbeitet. Wir setzen branchenübliche Maßnahmen zur Datensicherheit ein, insbesondere Verschlüsselung in Übertragung (TLS 1.3) und im Ruhezustand (AES-256), Pseudonymisierung wo möglich, sowie tägliche Backups mit Aufbewahrung über 30 Tage.
Der Kunde verpflichtet sich, ausschließlich solche personenbezogenen Daten in die Plattform einzugeben, für deren Verarbeitung eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO vorliegt, und seinen Endkunden gegenüber alle Informationspflichten nach Art. 13 und 14 DSGVO zu erfüllen.
§ 8 Auftragsverarbeitung (AVV)
Salonnare ist im Verhältnis zum Kunden Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO, soweit personenbezogene Daten von Endkunden des Kunden (z. B. Salonbesucher) verarbeitet werden. Der Kunde bleibt insoweit der datenschutzrechtlich Verantwortliche. Die für die Auftragsverarbeitung gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte sind in der Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) geregelt, abrufbar unter salonnare.com/de/dpa.
Mit dem Abschluss dieser AGB schließt der Kunde gleichzeitig die unter dem genannten Link bereitgestellte AVV ab. Salonnare verpflichtet sich, die in der AVV beschriebenen technischen und organisatorischen Maßnahmen einzuhalten und Subunternehmer (Sub-Auftragsverarbeiter) nur mit vorheriger Information des Kunden einzusetzen.
§ 9 Haftung
Salonnare haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von Salonnare, seinen gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen haftet Salonnare nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sogenannte Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den Betrag der vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlten Vergütung.
Für den Verlust von Daten haftet Salonnare nur bis zu dem Betrag, der für die Wiederherstellung der Daten bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden angefallen wäre. Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßig eigene Datensicherungen über die in der Plattform verfügbaren Export-Funktionen vorzunehmen, mindestens wöchentlich.
Die Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit nicht eine der vorstehend genannten Ausnahmen greift. Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz und nicht im Rahmen einer ausdrücklich übernommenen Garantie.
§ 10 Vertraulichkeit
Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsdurchführung erhaltenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln, weder Dritten zugänglich zu machen noch für eigene Zwecke außerhalb des Vertragszwecks zu verwenden. Vertrauliche Informationen umfassen insbesondere Geschäftsgeheimnisse, technische Daten, Kunden- und Lieferantenlisten sowie Preisinformationen.
Diese Verpflichtung gilt für die Dauer des Vertrages sowie für einen Zeitraum von drei Jahren nach Vertragsbeendigung. Ausgenommen sind Informationen, die nachweislich öffentlich bekannt waren oder werden, ohne dass eine der Parteien ihre Vertraulichkeitspflicht verletzt hat, sowie Informationen, deren Offenlegung aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung erforderlich ist.
§ 11 Unterauftragsverarbeiter (Sub-Processors)
Salonnare ist berechtigt, zur Erbringung der vertraglichen Leistungen Unterauftragsverarbeiter (Sub-Processors) einzusetzen. Die jeweils aktuelle, vollständige Liste der eingesetzten Sub-Processors ist abrufbar unter salonnare.com/de/sub-processors. Zu den derzeit eingesetzten Sub-Processors zählen unter anderem Hetzner Online GmbH (Hosting), Cloudflare Inc. (CDN, DDoS-Schutz), Stripe Payments Europe Ltd., Mollie B.V. (beide Zahlungsverkehr), Resend (transaktionale E-Mails) sowie Sentry GmbH (Fehler-Monitoring).
Salonnare informiert den Kunden mindestens 30 Tage vor Beauftragung eines neuen Sub-Processors oder Wechsel eines bestehenden Sub-Processors per E-Mail oder über das Kunden-Dashboard. Der Kunde hat das Recht, der beabsichtigten Beauftragung innerhalb dieser 30-Tage-Frist aus berechtigtem Grund zu widersprechen. Erfolgt ein begründeter Widerspruch und kann zwischen den Parteien keine einvernehmliche Lösung erzielt werden, kann der Kunde den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen außerordentlich kündigen.
§ 12 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Auf diese AGB sowie auf alle aus oder im Zusammenhang mit ihnen entstehenden Rechtsverhältnisse findet das Recht des Königreichs der Niederlande Anwendung unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf, CISG).
Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das Bezirksgericht Zeeland-West-Brabant, Standort Breda, Niederlande (rechtbank Zeeland-West-Brabant, locatie Breda), sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Salonnare ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
§ 13 Schlussbestimmungen
Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform; das gilt auch für die Änderung dieser Schriftformklausel. E-Mail genügt der Textform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
Salonnare ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies erforderlich ist, um auf geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen zu reagieren oder das Vertragsgleichgewicht wiederherzustellen. Änderungen werden dem Kunden mindestens 60 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Rechtsfolge wird in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt (salvatorische Klausel). An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.
Stand: Mai 2026. Diese AGB werden nach finaler juristischer Prüfung sowie bei Änderungen im niederländischen Handelsregister entsprechend aktualisiert. Bei Widerspruch zwischen der deutschen Übersetzung und einer etwaigen niederländischen Originalfassung ist die niederländische Fassung maßgeblich.

